Webagentur gesucht? Webagenturen im Vergleich

Webagentur gesucht? Webagenturen im Vergleich

Webagenturen im Vergleich

Auf dem Tisch liegt ein ausgedruckter Seitenplan: Startseite, Leistungen, Team, Kontakt, dazwischen Pfeile, wohin ein Klick führen soll. Mit solchen Skizzen beginnt die Arbeit an einer Website, lange bevor jemand eine Zeile Code schreibt. Hier findest du 2 gelistete Webagenturen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, vom Einzelbüro bis zum größeren Team. Du grenzt die Einträge nach Leistungen und Standort ein und nimmst selbst Kontakt auf. Plätze in der Liste sind nicht käuflich, die Reihenfolge folgt keinem Werbebudget.

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Kempten (Allgäu) 10 bis 25 Mitarbeiter 2003

Als kreative Digitalagentur ist Werbewind seit über 20 Jahren der Ansprechpartner für Unternehmen unterschiedlichster Branchen, die ihren digitalen...

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Webagentur: Aufgaben, Ablauf und Zusammenarbeit

Eine Webagentur plant, gestaltet und baut Websites und betreut sie auf Wunsch über den Start hinaus. Zum Kern gehören die Struktur der Seiten, die Gestaltung der Oberfläche, die technische Umsetzung in einem Redaktionssystem oder Shop sowie die Einrichtung von Hosting, Formularen und Schnittstellen. Wer eine Unternehmenswebsite neu aufsetzen, einen vorhandenen Auftritt überarbeiten oder einen kleinen Onlineshop eröffnen will, landet meist bei diesem Anbietertyp.

Die folgenden Abschnitte beschreiben, wie ein solcher Auftrag üblicherweise abläuft, was du selbst beisteuerst und welche Fragen du klären solltest, bevor du unterschreibst. Sie gelten für Vorhaben in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichermaßen; wo sich die Länder unterscheiden, steht es dabei.

Wofür eine Webagentur zuständig ist und wofür nicht

Verantwortet wird der Auftritt selbst: Informationsarchitektur, Seitenvorlagen, Navigation, Darstellung auf Smartphone und großem Bildschirm, Ladeverhalten, eine möglichst barrierearme Bedienung und die Pflegeoberfläche, mit der dein Team später Inhalte ändert. Manche Büros liefern auch Texte, Fotos oder Illustrationen, doch das ist eine Zusatzleistung und kein Standard. Frag deshalb früh, ob Inhalte im Angebot stehen oder von dir erwartet werden.

Nicht zum Kern gehören in der Regel laufende Anzeigenkampagnen, die Betreuung von Kanälen in sozialen Netzwerken und die dauerhafte Arbeit an der Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Eine Website lässt sich für all das technisch vorbereiten, etwa mit sauberer Seitenstruktur, eindeutigen Seitentiteln und eingebundener Besuchsmessung.

Grenzfälle: Markenauftritt und umfangreiche Software

Nicht jedes Vorhaben rund um eine Website ist ein Auftrag für eine Webagentur. Soll zuerst ein Markenauftritt mit Logo und Gestaltungsregeln entstehen, ist ein Designbüro die naheliegende Adresse. Geht es um umfangreiche Software, Apps oder tiefe Anbindungen an Warenwirtschaft und Kundendatenbank, kommen spezialisierte Programmierhäuser ins Spiel.

Manche Büros decken mehrere dieser Felder ab, andere arbeiten mit festen Partnern zusammen. Frag im ersten Gespräch, welche Teile das Team selbst erledigt und welche es weitergibt, und wer dann dein Ansprechpartner ist.

Baukasten, Standardsystem oder Eigenentwicklung?

Die technische Grundlage prägt Pflegeaufwand, laufende Kosten und den Spielraum für spätere Erweiterungen. Für viele Unternehmensauftritte reicht ein verbreitetes Redaktionssystem wie WordPress oder TYPO3, für das Erweiterungen und Fachleute am Markt verfügbar sind. Eine Eigenentwicklung kann sinnvoll sein, wenn deine Abläufe so speziell sind, dass sich Standardsysteme nur mit vielen Umwegen umbauen ließen. Sie bindet dich allerdings stärker an das Büro, das sie gebaut hat.

Mietbaukästen wirken auf den ersten Blick bequem, lassen sich aber oft nur eingeschränkt zu einem anderen Anbieter umziehen. Stell deshalb bei jeder Variante dieselbe Frage: Kann ein anderer Dienstleister die Seite später übernehmen, und was bräuchte er dafür?

Wie aus einer Skizze eine fertige Seite wird

Am Anfang steht meist ein Gespräch, in dem das Team nach Zielen, Zielgruppen und vorhandenem Material fragt. Daraus entsteht ein Angebot, oft mit einer Konzeptphase, die sich getrennt beauftragen lässt. In der Konzeption werden Seitenstruktur und Inhalte festgelegt, häufig in Form eines klickbaren Modells, an dem du die Wege durch die Seite ausprobierst, bevor gestaltet wird.

Danach folgen Entwürfe für die wichtigsten Seitentypen, die technische Umsetzung, das Einpflegen der Inhalte und eine Testphase auf einer nicht öffentlichen Vorschauumgebung. Erst nach deiner Abnahme geht die Seite online. Wie lange das dauert, hängt am Umfang und daran, wie zügig Inhalte und Entscheidungen von deiner Seite kommen. Lass dir im Angebot einen Ablaufplan mit Freigabepunkten geben, damit beide Seiten wissen, wann was fällig ist. Soll der Auftritt in der Schweiz zusätzlich auf Französisch oder Italienisch erscheinen, gehört die Mehrsprachigkeit von Beginn an in die Planung und nicht ans Ende.

Ohne Inhalte und Zugänge steht das Projekt still

Ein Webprojekt kommt nur so weit voran, wie Material und Entscheidungen vorliegen. Hilfreich sind eine Liste der Seiten, die du dir vorstellst, vorhandene Texte und Bilder, dein Logo in verwendbaren Dateiformaten, Farben und Schriften aus deinem bisherigen Erscheinungsbild sowie Beispiele von Websites, die dir gefallen oder eben nicht. Beschreibe außerdem, wer die Seite später pflegt und wie oft sich Inhalte ändern.

Ebenso wichtig sind Zugänge: zur Domain, zum bisherigen Hosting, zu Postfächern und zu eingebundenen Diensten. Benenne eine Person, die Entwürfe freigibt. Reden mehrere Abteilungen mit, kläre intern vorher, wer am Ende entscheidet.

Wenn Angebote nicht vergleichbar sind

Angebote für dieselbe Website enthalten oft Unterschiedliches. Zerlege sie deshalb in Posten: Konzeption, Gestaltung, technische Umsetzung, Einpflegen der Inhalte, Texterstellung, Bildrechte, Schulung, Hosting und Wartung. Prüfe, ob Lizenzen für Schriften, Bilder oder kostenpflichtige Erweiterungen eingerechnet sind oder später separat anfallen.

Achte auch auf die Abrechnungsart. Ein Pauschalpreis setzt einen genau beschriebenen Umfang voraus; Abrechnung nach Aufwand ist offener, verlangt aber regelmäßige Zwischenstände. Frag, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind und wie Wünsche berechnet werden, die erst während des Projekts auftauchen.

Domain, Quellcode und Zugänge sollten bei dir liegen

Die Domain sollte auf dein Unternehmen registriert sein, die Verwaltungszugänge zum Redaktionssystem und zum Hosting ebenfalls bei dir liegen. Kläre im Angebot, welche Nutzungsrechte du an Gestaltung, Programmcode, Fotos und Schriften erhältst, ob du die Seite später selbst oder mit einem anderen Dienstleister weiterentwickeln darfst und ob eine Dokumentation und ein vollständiger Export zur Übergabe gehören.

Auch Pflichtangaben auf der Website, Hinweise zum Datenschutz und Anforderungen an die Barrierefreiheit unterscheiden sich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz und hängen vom Einzelfall ab. Halte schriftlich fest, wer diese Texte liefert und verantwortet. Das hier ist keine Rechtsberatung; im Zweifel klärst du solche Fragen mit einer fachkundigen Stelle in deinem Land.

Wartungsvertrag, Stundenkontingent oder gar nichts?

Viele Aufträge beginnen als Projekt mit klarem Ende: Die Seite wird gebaut, abgenommen und übergeben. Danach braucht sie trotzdem Pflege. Redaktionssysteme und Erweiterungen erhalten Sicherheitsaktualisierungen, Zertifikate laufen ab, Formulare müssen weiter funktionieren. Dafür bieten viele Büros Wartungsverträge an, die Aktualisierungen, Datensicherungen und kleinere Anpassungen umfassen.

Wer seinen Auftritt fortlaufend ausbauen will, vereinbart häufig ein monatliches Stundenkontingent oder eine feste Betreuungspauschale. Kläre bei jedem Modell, welche Leistungen enthalten sind, wie schnell im Störungsfall reagiert wird, wie nicht verbrauchte Stunden behandelt werden und mit welcher Frist du kündigen kannst.

Durch die Einträge gehen oder einmal anfragen

Du kannst die gelisteten Einträge selbst durchgehen, nach Leistungen und Standort eingrenzen und die Büros, die dich interessieren, direkt ansprechen. Damit behältst du die Auswahl von Anfang an vollständig in der Hand. Was ein Anbieter leistet, steht in seinem Eintrag; was er für dein Vorhaben taugt, prüfst du im Gespräch und an Arbeitsproben, die du dir zeigen lässt.

Alternativ schilderst du dein Vorhaben einmal in einer kostenlosen und unverbindlichen Anfrage. Interessierte Anbieter können sich daraufhin bei dir melden, und du musst nicht jeden Eintrag einzeln anschreiben. Die Entscheidung triffst in beiden Fällen du. Das Verzeichnis listet und sortiert die Einträge; eine Prüfung oder Bewertung der Anbieter findet nicht statt.