Full Service Agentur gesucht? Full Service Agenturen im Vergleich
Full Service Agenturen im Vergleich
Auf dem Whiteboard steht nach dem Workshop nicht nur der neue Markenkern, sondern auch, wer daraus was macht: Text, Gestaltung, Website, Mediaplan – verteilt an Leute im selben Haus. So arbeitet eine Full Service Agentur, wenn sie Strategie, Kreation und Umsetzung für dich zusammenhält. Hier stehen 2 gelistete Full Service Agenturen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Plätze in der Liste sind nicht käuflich, und die Reihenfolge folgt keinem Werbebudget.
Werbeagentur Wender Media
Halle (Saale) 2 bis 5 Mitarbeiter 2007
Wender Media – Ihre Full-Service-Werbeagentur in Halle (Saale). Seit 2007 bieten wir kreative Designs, SEO, Online-Marketing und Webentwicklung für...
Details anzeigenLecking Werbeagentur
Otzberg 2 bis 5 Mitarbeiter 1982
Die Lecking Werbeagentur arbeitet für kleine und mittelständische Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen. Elektronik und Maschinenbau,...
Details anzeigenWas eine Full Service Agentur übernimmt und wo ihr Auftrag endet
Eine Full Service Agentur deckt die Kommunikation eines Unternehmens in ihrer ganzen Breite ab: Sie entwickelt die Strategie, gestaltet Marke und Medien, schreibt Texte, setzt digitale Auftritte um und plant, wo und wann Botschaften erscheinen. Der Unterschied zu einem spezialisierten Büro liegt weniger in einer einzelnen Disziplin als in der Klammer darüber. Ein Haus hält die Fäden zusammen, und du hast eine feste Ansprechperson, auch wenn im Hintergrund fünf Gewerke an deinem Auftrag arbeiten.
Diese Breite kostet Abstimmung und verlangt klare Verantwortung, und sie ist nicht in jedem Haus gleich tief. Die folgenden Abschnitte beschreiben, wie solche Agenturen arbeiten, was du selbst beisteuerst, wie Angebote aufgebaut sind und worauf du bei Rechten und Übergabe achten solltest.
Ein Auftrag, viele Gewerke unter einer Klammer
Intern arbeitet eine solche Agentur meist in Teams, die sich an den Disziplinen orientieren: Beratung und Strategie, Konzeption, Gestaltung, Text, Technik und Mediaplanung. Eine Projektleitung oder Kundenberatung übersetzt deine Ziele in Aufgaben für diese Teams, achtet auf Termine und bündelt die Ergebnisse für deine Freigaben. Nicht jedes Haus hat alle Gewerke fest angestellt. Manche arbeiten mit einem Kreis freier Fachleute oder mit Partnerbüros für Fotografie, Film oder Programmierung. Das ist üblich und kein Mangel, solange klar ist, wer was verantwortet. Frag deshalb im ersten Gespräch, welche Leistungen im Haus entstehen und welche zugekauft werden – und wer dir gegenüber für das Gesamtergebnis einsteht.
Was gehört nicht automatisch dazu?
„Full Service“ klingt nach allem, meint aber selten wirklich alles. Druck, Messebau oder die Schaltung großer Kampagnen laufen oft über Dritte, die die Agentur koordiniert, aber nicht selbst betreibt. Komplexe Softwareentwicklung, etwa ein Shop mit Anbindung an deine Warenwirtschaft, übersteigt das Profil vieler Häuser. Rechtsberatung gehört nie dazu, auch wenn eine Agentur auf Pflichtangaben oder Bildrechte hinweist. Und die Tiefe schwankt: Ein Haus, das aus der klassischen Gestaltung kommt, ist im digitalen Bereich womöglich schmaler aufgestellt, und umgekehrt. Was ein Büro anbietet, steht in seinem Eintrag; was es taugt, musst du im Gespräch und an eigenen Referenzen prüfen.
Wenn mehrere Kanäle gleichzeitig anlaufen sollen
Der Agenturtyp spielt seine Bauart aus, wenn viele Teile aufeinander abgestimmt sein müssen: ein neues Erscheinungsbild, das zugleich auf Website, Geschäftsausstattung, Fahrzeugbeschriftung und Anzeigen erscheint, oder eine Produkteinführung, bei der Pressearbeit, Werbemittel und Online-Auftritt am selben Tag stehen müssen. Für eine klar umrissene Einzelaufgabe – nur ein Logo, nur die Betreuung von Suchmaschinenanzeigen, nur ein Imagefilm – ist ein spezialisiertes Studio oft die schlankere Lösung. Die Frage ist also nicht, welches Modell grundsätzlich überlegen ist, sondern wie viele Schnittstellen dein Vorhaben hat und wer sie koordinieren soll: du selbst oder ein Dienstleister.
Vom Erstgespräch bis zur laufenden Betreuung
Am Anfang steht ein Kennenlernen, in dem du Ziele, Ausgangslage und Rahmen schilderst. Größere Vorhaben beginnen häufig mit einer Analysephase oder einem Workshop, in dem Zielgruppen, Wettbewerb und Botschaften gemeinsam geschärft werden; manche Agenturen berechnen diese Phase gesondert. Daraus entsteht ein Konzept mit Maßnahmenplan, auf dessen Grundlage das eigentliche Angebot folgt. Die Umsetzung läuft dann in Abschnitten, jeweils mit Entwurf, Korrekturrunde und Freigabe. Nach dem Start einer Kampagne oder Website kommt die Auswertung. Wie lange das Ganze dauert, hängt am Umfang und daran, wie zügig du Inhalte und Entscheidungen lieferst – frag im Angebot nach dem geplanten Ablauf.
Welche Unterlagen und Entscheidungen von deiner Seite kommen
Eine Agentur kann vieles übernehmen, aber nicht deine Kenntnis des eigenen Geschäfts. Sie braucht von dir Ziele, die sich überprüfen lassen, eine Beschreibung deiner Kundschaft, vorhandenes Material wie Logo-Dateien, Fotos, Texte und frühere Kampagnen sowie einen Budgetrahmen, damit das Konzept nicht an der Wirklichkeit vorbeigeplant wird. Ebenso wichtig ist eine Person auf deiner Seite, die entscheiden darf. Ein Auftrag, bei dem jeder Entwurf durch mehrere Abteilungen wandert, wird teurer und zäher, egal wie gut das Haus organisiert ist. Wer in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugleich auftritt, klärt früh, ob Texte je Markt angepasst werden sollen: Schweizer Rechtschreibung ohne ß, österreichische Begriffe, in der Schweiz unter Umständen weitere Landessprachen. Das ist eigener Aufwand und gehört ins Angebot.
Projektvertrag oder laufende Betreuung durch eine Full Service Agentur?
Zwei Modelle sind verbreitet. Beim Projektvertrag gibt es einen definierten Umfang, einen Endpunkt und ein Angebot, das genau diesen Umfang beschreibt, etwa ein neues Erscheinungsbild samt Website. Bei der laufenden Betreuung, oft Retainer genannt, zahlst du einen monatlichen Betrag für ein vereinbartes Kontingent an Stunden oder Leistungen; die Agentur übernimmt dann wiederkehrende Aufgaben wie Kampagnenplanung, Inhalte für deine Kanäle oder die Pflege der Website. Mischformen sind häufig: zuerst ein Einstiegsprojekt, danach die Betreuung. Beim Retainer lohnt der Blick auf drei Punkte – was mit nicht genutzten Stunden geschieht, wie Mehraufwand berechnet wird und mit welcher Frist du kündigen kannst.
Honorar, Fremdkosten und Mediabudget getrennt lesen
Angebote dieses Agenturtyps sind oft umfangreich, weil sie viele Gewerke bündeln. Vergleichbar werden sie, wenn du drei Blöcke auseinanderhältst. Das Honorar deckt die Arbeit der Agentur ab: Beratung, Konzept, Gestaltung, Text, Technik und Projektleitung, abgerechnet nach Aufwand, als Pauschale je Paket oder als Mischung aus beidem. Fremdkosten sind Leistungen Dritter wie Druck, Bildlizenzen, Schriften, Fotografie oder Hosting; frag, ob die Agentur darauf einen Aufschlag berechnet. Das Mediabudget schließlich ist das Geld, das in Anzeigenplätze fließt, und sollte getrennt von der Vergütung für Planung und Steuerung ausgewiesen sein. Achte außerdem darauf, wie viele Korrekturrunden enthalten sind und wie zusätzliche abgerechnet werden.
Was am Ende auf deinen Namen laufen sollte
Weil eine Full Service Agentur viele Bausteine für dich anlegt, entsteht auch viel, das du später brauchst: Gestaltungsdateien in offenen Formaten, Schriftlizenzen, Bildrechte, Domains, Hosting-Verträge, Zugänge zu Werbekonten, Analysewerkzeugen und Kanälen. Klär im Angebot, welche Nutzungsrechte du an den Entwürfen bekommst, für welche Medien und für welchen Zeitraum, und ob die Quelldateien zur Übergabe gehören. Konten und Verträge sollten möglichst auf dein Unternehmen laufen, mit der Agentur als berechtigter Nutzerin. Dann bleibt ein Wechsel des Dienstleisters möglich, ohne dass etwas neu aufgebaut werden muss. Das ist keine Rechtsberatung; die Vorgaben weichen je nach Land und Einzelfall ab, und bei Zweifeln hilft fachkundiger Rat.
Wie du von hier aus weitermachst
Du kannst die gelisteten Full Service Agenturen selbst durchsehen, sie nach Leistungen und Standort eingrenzen und mit den Büros deiner Wahl direkt Kontakt aufnehmen. So behältst du die Auswahl vollständig in der Hand. Der andere Weg: Du schilderst dein Vorhaben einmal in einer kostenlosen und unverbindlichen Anfrage, und interessierte Anbieter können sich darauf bei dir melden. Dann musst du nicht jeden Anbieter einzeln ansprechen. Mit wem du am Ende arbeitest, entscheidest in beiden Fällen du. Das Verzeichnis listet und sortiert die Einträge; eine Prüfung oder Bewertung der Anbieter findet nicht statt.