Casting Agentur gesucht? Agenturen für Casting im Vergleich
Agenturen für Casting im Vergleich
Ein Werbespot braucht eine Familie am Frühstückstisch, eine Bäckerin mit leichtem Dialekt und zwei Kinder, die nicht gespielt wirken: Solche Rollen zu besetzen, ist die Aufgabe einer Casting Agentur. Sie übersetzt deine Vorstellung in ein Rollenprofil, sucht Kandidaten, organisiert das Vorsprechen und legt dir eine engere Wahl vor. Weiter unten stehen 1 gelistete Agenturen für Casting aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Plätze in der Liste sind nicht käuflich, die Reihenfolge folgt keinem Werbebudget.
trumedia GmbH
Augsburg 25 bis 50 Mitarbeiter 2009
Die trumedia GmbH ist eine mehrfach ausgezeichnete Agentur für Markenentwicklung mit Sitz in Augsburg. Sie unterstützt national und global agierende...
Details anzeigenCasting Agentur beauftragen: am Anfang steht deine Rollenbeschreibung
Bevor jemand sucht, musst du sagen, wen. Das klingt selbstverständlich, ist aber die Stelle, an der viele Besetzungen später haken: Die Regie hat ein Bild im Kopf, die Marketingabteilung ein anderes, und die Gesichter auf dem ersten Castingband treffen keines von beiden. Je früher du festhältst, welche Figur gebraucht wird, wie sie wirken soll und wofür die Aufnahmen später eingesetzt werden, desto gezielter kann eine Casting Agentur arbeiten.
Gebraucht wird Casting für Werbespots, Imagefilme, Kino- und Fernsehproduktionen, Fotokampagnen, Theater und Sprachaufnahmen. Welche Schritte von der Suche bis zum Vertrag ein Anbieter übernimmt, unterscheidet sich, und genau danach solltest du fragen.
Figur, Alter, Spielweise: wie ein Rollenprofil entsteht
Ein Rollenprofil, oft auch Rollenbeschreibung oder Breakdown genannt, hält für jede Figur fest, was sie ausmacht: das Spielalter, äußere Merkmale nur dort, wo sie für die Geschichte zählen, Haltung und Temperament, Sprache oder Dialekt, besondere Fähigkeiten wie Reiten, ein Instrument oder einen Sport. Dazu kommen die harten Daten: Drehtage und Ausweichtermine, Drehort, ob Text gesprochen wird, ob Nacktheit, Stunts oder körperliche Nähe vorgesehen sind. Zu enge Vorgaben machen die Suche schwer und schließen oft genau die Gesichter aus, die eine Szene glaubwürdig machen würden.
Für wen arbeitet eine Casting Agentur eigentlich?
Für die Produktion, nicht für die Darstellerinnen und Darsteller. Das unterscheidet sie von Agenturen, die Schauspielerinnen und Schauspieler dauerhaft vertreten, ihre Termine verwalten und für sie Gagen aushandeln, und ebenso von einer Modelagentur mit eigener Kartei. Eine Casting Agentur besetzt Projekt für Projekt und greift dabei auf viele Quellen zurück, auch auf Menschen, die bei niemandem unter Vertrag stehen. Beauftragt und bezahlt wird sie von dir, deiner Produktionsfirma oder dem Team, das deine Kampagne entwickelt. Für dich heißt das: Ihre Vorschläge sollen sich nach deinem Projekt richten, nicht nach einer Kartei, die ausgelastet werden will. Frag, in wessen Auftrag gehandelt wird, wenn eine vorgeschlagene Person von derselben Firma vertreten wird.
Wo nach Darstellerinnen und Darstellern gesucht wird
Die Suche beginnt meist in Datenbanken und bei Agenturen, die Schauspieler, Models oder Kinder vertreten. Reicht das nicht, kommen offene Aufrufe hinzu, über Schauspielschulen, Vereine, soziale Netzwerke oder Plattformen für Castingausschreibungen. Für Laienrollen, also Menschen, die wie Kundschaft, Handwerker oder Nachbarn wirken sollen, wird auch auf der Straße, in Betrieben oder über Aushänge gesucht; das nennt sich Street Casting. Welcher Weg gewählt wird, hängt am Profil: Eine Sprechrolle mit anspruchsvollem Text verlangt Spielerfahrung, eine stumme Szene am Küchentisch eher Natürlichkeit. Kläre, ob die Agentur auch Personen ohne Vertretung anspricht und wie sie deren Daten führt.
Wenn Kandidaten vor die Kamera treten
Das Vorsprechen läuft heute oft in zwei Stufen. Zuerst schicken Kandidaten ein Self-Tape, eine selbst aufgenommene Szene nach Vorgaben der Agentur. Wer weiterkommt, wird zu einem Castingtermin eingeladen: Die Agentur stellt Raum und Kamera, gibt einen Szenentext vor, spielt die Gegenrolle und hält fest, wie jemand auf Anweisungen reagiert. Beim Callback sind meist Regie und Auftraggeber dabei, manchmal werden Paare oder Familien gemeinsam gecastet, um zu sehen, ob das Zusammenspiel trägt. Für dich ist wichtig, an welchem Termin du selbst anwesend sein solltest und ob du die Aufzeichnungen zu sehen bekommst. Bei Werbung klärt man hier auch, ob jemand gerade für ein Konkurrenzprodukt wirbt.
Die Shortlist ist ein Vorschlag, entscheiden musst du
Am Ende der Suche steht eine engere Wahl: je Rolle einige Kandidaten, mit Aufnahmen aus dem Casting, Fotos, Verfügbarkeiten und einer Einschätzung der Agentur, warum sie die jeweilige Person für tragfähig hält. Die Entscheidung trifft der Auftraggeber, häufig gemeinsam mit Regie und Produktion. Vereinbare vorher, wer das letzte Wort hat, denn in größeren Häusern reden Marketing, Geschäftsleitung und manchmal der Vertrieb mit. Nach der Entscheidung fragt die Agentur die Gewählten verbindlich an, lässt die Drehtage reservieren und gibt den übrigen Kandidaten Bescheid. Frag, ob für jede Rolle eine Zweitbesetzung festgehalten wird, falls jemand kurzfristig ausfällt.
Castingtage, Studio, Aufnahmen: was eine Casting Agentur berechnet
Das Honorar wird meist als Pauschale für das Projekt oder nach Castingtagen angeboten. Vorbereitung, Suche, Termine und die Betreuung bis zur Vertragsunterschrift stecken darin oder stehen als eigene Posten. Daneben gibt es Fremdkosten: Raummiete, Technik, Reisen der Agentur, manchmal Fahrtkosten für Kandidaten, die zum Callback anreisen. Die Gagen der Darsteller und die Vergütung für die Nutzung der Aufnahmen gehören in aller Regel nicht zum Agenturhonorar. Sie werden mit den Darstellern oder deren Vertretung vereinbart und laufen oft über die Produktion. Lass dir deshalb zwei Rechnungen aufmachen: was die Besetzung kostet und was die Besetzten kosten. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn sie für dieselbe Zahl an Rollen, Runden und Castingtagen gerechnet sind.
Was zwischen Zusage und erstem Drehtag geregelt sein sollte
Ist eine Person gewählt, braucht es eine Vereinbarung, die je nach Projekt die Agentur vorbereitet, die Produktion schließt oder die Vertretung des Darstellers mitverhandelt. Darin stehen in der Regel Drehtage und Ausweichtermine, Gage, Reisekosten, die Nutzung der Aufnahmen nach Medium, Gebiet und Dauer, ein etwaiger Konkurrenzausschluss und was bei Absage oder Verschiebung gilt. Eigene Fragen werfen die Castingaufnahmen auf: Sie dienen der Auswahl und sind nicht zur Veröffentlichung gedacht. Kläre, wer sie aufbewahrt, wer sie sehen darf und wann sie gelöscht werden. Bei Minderjährigen gelten in allen drei Ländern besondere Schutzvorschriften, deren Einzelheiten sich unterscheiden. Das alles ist keine Rechtsberatung; was im Einzelfall gilt, hängt vom Land und vom Vertrag ab.
Hochdeutsch, Mundart oder Schweizerdeutsch?
Im deutschsprachigen Raum ist die Sprache oft Teil der Rolle. Ein Spot, der in Österreich laufen soll, klingt mit bundesdeutscher Färbung schnell fremd, und für die Deutschschweiz kann eine Fassung in Mundart sinnvoll sein. Läuft eine Produktion in mehreren Ländern, ist zu klären, ob es eine Fassung gibt oder mehrere und ob Sprachaufnahmen getrennt besetzt werden. In der Schweiz kommen Französisch und Italienisch hinzu. Schreib deshalb schon ins Rollenprofil, welche Sprache und welcher Klang gebraucht werden. Ein Dialekt lässt sich schwer nachspielen und fällt dem Publikum sofort auf, wenn er nicht sitzt.
Das Rollenprofil liegt vor: so geht es weiter
Mit Rollenprofil, Drehterminen und dem Rahmen für die Nutzung liegt das Material für einen ersten Kontakt bereit. Ein Weg ist die kostenlose, unverbindliche Anfrage: Du schilderst das Vorhaben einmal, und interessierte Anbieter können sich bei dir melden; einzeln anschreiben musst du dann niemanden. Der andere Weg führt durch die Einträge unten. Du grenzt sie nach Leistungen und Standort ein, liest, was die Agenturen über sich angeben, und meldest dich direkt bei denen, die du sprechen willst; so bleibt jeder Schritt der Auswahl bei dir. Wen du beauftragst, entscheidest in beiden Fällen du. Das Verzeichnis listet und sortiert die Einträge; eine Prüfung oder Bewertung der Anbieter findet nicht statt. Wie eine Agentur arbeitet, zeigt sich an Beispielen früherer Besetzungen und im Gespräch.