Anzeige gestalten lassen? Agenturen für Anzeigengestaltung im Vergleich
Agenturen für Anzeigengestaltung im Vergleich
Vor dir liegt das Formatblatt des Verlags mit Maßen und Abgabetermin, daneben ein Produktfoto, ein Logo und vier Zeilen Text, die auf eine halbe Seite sollen. Aus solchen Bausteinen eine fertige Anzeige zu machen, ist die Leistung, um die es hier geht: für Zeitung, Zeitschrift, Fachblatt oder Bildschirm. Weiter unten stehen 1 gelistete Agenturen für Anzeigengestaltung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Plätze in der Liste sind nicht käuflich, die Reihenfolge folgt keinem Werbebudget.
HanseArt GmbH & Co. KG
Bochum 2 bis 5 Mitarbeiter 1983
HanseArt ist eine Full-Service-Werbeagentur mit breitem Spektrum. Mit kreativen Konzepten und umfassendem Service haben wir uns seit unserer Gründung...
Details anzeigenAnzeige gestalten lassen: was zwischen Formatblatt und Druckunterlage geschieht
Was bekommst du eigentlich, wenn du eine Anzeige gestalten lassen willst? Im Kern eine Datei: ein Motiv in genau dem Format, das der Verlag oder die Plattform vorgibt, mit Text, Bild und Absender so angeordnet, dass die Botschaft auch beim flüchtigen Blick ankommt. Dahinter steckt mehr Arbeit, als das fertige Ergebnis vermuten lässt: Entwürfe, Textfassungen, Bildauswahl, Abstimmung mit dir und die technische Vorbereitung für Druck oder Bildschirm.
Die folgenden Abschnitte beschreiben die Leistung als Produkt, vom Aufbau eines Motivs bis zur Übergabe der Dateien.
Headline, Bild, Absender: woraus eine Anzeige besteht
Jede Anzeige folgt einer Hierarchie. Eine Headline oder ein starkes Bild zieht den Blick an, der Fließtext liefert das Argument, und am Ende steht der Absender mit Logo, Kontaktweg oder Handlungsaufforderung. Dazu kommen Elemente, die gern übersehen werden: Angaben, die je nach Branche und Angebot gefordert sein können, ein QR-Code oder eine kurze Webadresse, bei Stellenanzeigen Ansprechperson und Bewerbungsweg. Gestaltung heißt hier, diese Teile so zu gewichten, dass sie einander nicht die Aufmerksamkeit nehmen. Ob ein Anbieter den Text selbst schreibt oder nur deinen setzt, klärst du vorab.
Wer bucht den Platz in der Zeitung, und wer liefert nur die Datei?
Gestaltung und Schaltung sind zwei getrennte Aufgaben. Die Anzeigenfläche kaufst du beim Verlag, beim Plattformbetreiber oder über einen Mediadienstleister; das Gestaltungsbüro liefert in vielen Fällen nur das fertige Motiv. Manche Anbieter übernehmen auf Wunsch auch Buchung und Datenanlieferung. Dann sollte im Angebot klar stehen, ob die Mediakosten durchgereicht oder nur koordiniert werden. Wer mit Anzeige vor allem bezahlte Textanzeigen in Suchmaschinen meint, mit Geboten und laufender Kontoführung, sucht eine andere Leistung: Dort geht es um Steuerung und Auswertung, kaum um Layout. Bei grafischen Bannern und Motiven für soziale Netzwerke überschneiden sich beide Welten.
Wenn du eine Anzeige gestalten lassen willst, beginnt die Arbeit bei dir
Die wichtigste Unterlage stammt vom Medium selbst: die technischen Vorgaben des Verlags oder der Plattform mit Format, Satzspiegel oder Beschnitt, Farbprofil, Dateityp und Anlieferungstermin. Ohne sie wird auf Verdacht gestaltet. Dazu kommen das Ziel der Anzeige in einem Satz, die Zielgruppe, die Kernaussage und das Umfeld, in dem sie erscheint. Bring Logo und Gestaltungsrichtlinien mit, falls es sie gibt, außerdem Bilder, an denen du die Rechte hast, und den Text oder wenigstens die Fakten, die hinein müssen. Je klarer feststeht, wer in deinem Haus freigibt, desto weniger Schleifen entstehen später.
Entwurf, Korrekturabzug, Freigabe: der Weg eines einzelnen Motivs
Nach dem Briefing entstehen meist ein oder mehrere Entwürfe, die zeigen, wie Bild und Text zusammenspielen könnten. Du wählst eine Richtung, das Studio arbeitet sie aus, setzt den endgültigen Text und bereitet die Bilder technisch auf. Es folgt ein Korrekturabzug, auf dem du Inhalte, Schreibweisen, Telefonnummern und Preise noch einmal liest; was hier durchrutscht, steht später gedruckt da. Nach deiner Freigabe erstellt der Dienstleister die Druckunterlage oder die Dateien für den Bildschirm und liefert sie an dich oder direkt an das Medium. Wie lange es dauert, hängt am Umfang und daran, wie zügig Inhalte und Entscheidungen von dir kommen.
Ob eine Anzeige trägt, zeigt sich beim Durchblättern
Gestalterische Qualität lässt sich an einigen nüchternen Fragen festmachen. Erfasst man die Botschaft, ohne den Fließtext zu lesen? Ist klar, wer wirbt und was der nächste Schritt ist? Bleibt die Schrift auch im kleinen Format und auf rauem Zeitungspapier lesbar, und funktioniert das Motiv noch auf einem Telefonbildschirm, wenn es dort erscheinen soll? Hebt sich die Anzeige vom redaktionellen Umfeld und von den Nachbaranzeigen ab, ohne wie ein Fremdkörper zur eigenen Marke zu wirken? Technisch zählen Farben, die im Druck wie geplant erscheinen, und ausreichend aufgelöste Bilder. Leg dir die Arbeitsproben eines Anbieters unter diesen Fragen vor, nicht nur nach Geschmack.
Welche Positionen gehören in ein Angebot zur Anzeigengestaltung?
Wer eine Anzeige gestalten lassen will und mehrere Angebote einholt, kann sie nur vergleichen, wenn sie die Leistung in Bausteine zerlegen: Konzept und Entwürfe, Texterstellung oder nur Satz, Bildrecherche oder Fotoproduktion, Reinzeichnung, Anpassung an weitere Formate, Datenanlieferung. Dazu gehören die Zahl der enthaltenen Korrekturrunden und die Regel, was darüber hinaus berechnet wird. Fremdkosten wie Bildlizenzen, Schriftlizenzen oder ein Fotografenhonorar sollten getrennt stehen, ebenso die Kosten für die Anzeigenfläche, falls der Anbieter die Buchung mit abwickelt. Bei einer Serie lohnt die Frage, was das erste Motiv kostet, das das Gestaltungsprinzip festlegt, und was jedes weitere, das nur noch angepasst wird. Abgerechnet wird je nach Anbieter pauschal pro Motiv, nach Aufwand oder als Paket.
Offene Dateien und Bildlizenzen gehören zur Übergabe
Nach der Freigabe solltest du mindestens die fertigen Dateien in allen vereinbarten Formaten bekommen. Ob auch die offenen Arbeitsdateien dazugehören, mit denen sich das Motiv später ändern lässt, ist Vereinbarungssache; sprich das vor der Auftragserteilung an. Ebenso wichtig sind die Rechte: In welchen Medien, in welchen Ländern und wie lange darfst du die Anzeige einsetzen? Gilt das auch für die verwendeten Fotos, Illustrationen und Schriften, die oft unter eigenen Lizenzen stehen? Lass dir aufschreiben, welche Lizenzen erworben wurden und auf wen sie laufen. Das ist keine Rechtsberatung; was im Einzelnen gilt, hängt vom Land, vom Vertrag und vom Einzelfall ab.
Aus einem Motiv wird eine Serie
Viele Anzeigen bleiben nicht allein. Eine Stellenausschreibung erscheint in mehreren Medien, ein Händler schaltet jede Saison neu. Dann zahlt sich ein Gestaltungsprinzip aus, das Schriften, Farben, Bildstil und die Position des Absenders festlegt, sodass Folgemotive mit weniger Aufwand entstehen und trotzdem wiedererkennbar bleiben. Manche Auftraggeber lassen sich dafür eine Vorlage bauen, die sie intern selbst befüllen; andere vereinbaren, dass das Studio jede neue Fassung anlegt. Im deutschsprachigen Raum kommt eine Eigenheit hinzu: Für Schweizer Medien wird ohne ß geschrieben, Preise stehen in Franken, und je nach Region braucht die Anzeige eine französische oder italienische Fassung. Auch in Österreich weicht der Wortschatz stellenweise ab. Sag früh, in welchen Ländern die Anzeige erscheinen soll.
Ein Formatblatt in der Hand, und dann?
Stehen Ziel, Format und Termin fest, kannst du weitermachen. Ein Weg: Du gehst die Einträge unten selbst durch, grenzt sie nach Leistungen und Standort ein und nimmst direkt Kontakt zu den Anbietern auf, deren Arbeitsproben dich ansprechen; so behältst du die Auswahl vollständig in der Hand. Der andere Weg: Du schilderst dein Vorhaben einmal in einer kostenlosen, unverbindlichen Anfrage, und interessierte Anbieter können sich daraufhin bei dir melden; du musst dann nicht jeden einzeln anschreiben. Welchen Weg du nimmst und mit wem du am Ende arbeitest, entscheidest du. Das Verzeichnis listet und sortiert die Einträge; eine Prüfung oder Bewertung der Anbieter findet nicht statt. Was ein Büro anbietet, steht in seinem Eintrag; wie es gestaltet, siehst du an seinen Arbeitsproben und im Gespräch.